24.06.2017: Straßenfest zum internationalen Tag der Geflüchteten

Der Weltflüchtlingstag ist von der UNO Vollversammlung am 20. Juni zum zentralen internationalen Gedenktag für Geflüchtete ausgerufen. Dieser Tag wird in vielen Ländern von Aktivitäten und Aktionen begleitet, um auf die besondere Situation und die Not von Millionen Menschen auf der Flucht aufmerksam zu machen. Der Weltflüchtlingstag ist den Geflüchteten, Asylsuchenden, Binnenvertriebenen,  Staatenlosen und RückkehrerInnen auf der ganzen Welt gewidmet, um ihre Hoffnungen und Sehnsüchte nach einem besseren Leben zu würdigen.

Nach 2014 auf dem Kesselbrink , 2015 an der Unterkunft Eisenbahnstraße und 2016 auf dem Tor 6-Gelände vor dem TOR 6 Theaterhaus  organisiert die Initiative „Geflüchtete willkommen in Bielefeld“ dieses Mal gemeinsam mit dem IBZ und dem Café Welcome ein Straßenfest mit Musik, Tanz, Essen und Getränken, sowie Informationsständen in der Webereistraße vor dem Internationalen Begegnungszentrum.

[Update 25.06.2017] Hier ein paar Impressionen (Klick auf ein Bild öfnet die Galerie): Weiterlesen

Ausstellung „ASYLUM“ im Kunstverein

Infos: Bielefelder Kunstverein im Waldhof

Einladung / Invitation

Asylum

TOBIAS ZIELONY, THE CITIZEN, 2015, Fotografie, Courtesy dER Künstler und KOW, Berlin

ASYLUM
27.08. – 30.10.2016
ERÖFFNUNG:
FREITAG 26. August 2016, 19 UHR

ASYLUM

27. AUGUST – 30. OKTOBER 2016

Mit Beiträgen von Halil Altındere, Vera Drebusch, Manaf Halbouni, Charles Heller & Lorenzo Pezzani (Forensic Oceanography), Thomas Kilpper, Marina Naprushkina (Refugees´ Library und Neue Nachbarschaften//Moabit), Kateřina Šedá, Mounira Al Solh, Anna Witt und Tobias Zielony.

ERÖFFNUNG: FREITAG, 26. AUGUST 2016, 19 UHR
Eröffnung mit Grußworten von Laura von Schubert (Stellvertretende Vorsitzende, Bielefelder Kunstverein) und Walter Neuling (Kulturdezernent der Bezirksregierung Detmold) sowie einer Einführung von Thomas Thiel (Bielefelder Kunstverein).

KÜNSTLERINNENGESPRÄCH: SAMSTAG, 27. AUGUST 2016, 15 UHR
mit Vera Drebusch, Manaf Halbouni, Thomas Kilpper und Anna Witt.

Flucht und Vertreibung scheinen unsere Gegenwart wie kein anderes Thema zu bestimmen. In den Medien wird häufig von einer Flüchtlings- und Migrationskrise berichtet. Dabei haben wir es mit keinem vorübergehenden Ereignis zu tun, denn ein permanenter Ausnahmezustand und die ungewisse Situation von Flüchtlingen sind inzwischen die Regel. Migration ist zum Seismographen unserer Zeit und unserem Selbstverständnis in Europa geworden. Vor diesem gesellschaftspolitischen Hintergrund und aus dem Blickwinkel der zeitgenössischen Kunst beschäftigt sich die Ausstellung mit den kulturellen Auswirkungen von Flucht, Vertreibung und Asyl. Weitere Information zur Ausstellung hier »

ASYLUM

27. AUGUST – 30. OKTOBER 2016

With contributions by Halil Altındere, Vera Drebusch, Manaf Halbouni, Charles Heller & Lorenzo Pezzani (Forensic Oceanography), Thomas Kilpper, Marina Naprushkina (Refugees´ Library and Neue Nachbarschaften//Moabit), Kateřina Šedá, Mounira Al Solh, Anna Witt and Tobias Zielony.

OPENING: FRIDAY, AUGUST 26, 2016, 7 PM
With contributions by Laura von Schubert (Deputy Chairwoman, Bielefelder Kunstverein) und Walter Neuling (Department Head of Culture Detmold, Germany) as well as an introduction by Thomas Thiel (Bielefelder Kunstverein).

ARTIST TALK: SATURDAY, AUGUST 27, 2016, 3 PM
Artists‘ talk with Vera Drebusch, Manaf Halbouni, Thomas Kilpper und Anna Witt.

Migration and displacement seem to mark our times like no other topic. The media frequently carry reports of a refugee and migration crisis. In all this, we are not dealing with a transitory event, as the permanent state of exception and the uncertain situation of refugees has meanwhile become the rule. Migration has become the seismograph for our times. The exhibition takes this social-political background and the perspective of contemporary art to engage with the cultural effects of migration, displacement and asylum. Further information about the exhibition here »

Kontakt

Bielefelder Kunstverein
im Waldhof
Welle 61
D-33602 Bielefeld

T +49 (0) 521.17 88 06
F +49 (0) 521.17 88 10

kontakt@bielefelder-kunstverein.de
www.bielefelder-kunstverein.de

Flüchtlingsrat NRW: Empfehlungen für Ehrenamtliche

Text: Flüchtlingsrat NRW

Liebe Aktive in der Flüchtlingsarbeit,

 

in NRWs Städten und Gemeinden leben weiterhin viele Geflüchtete, die noch nicht registriert sind und/oder noch keinen Asylantrag stellen konnten. Um diesen Zustand der Ungewissheit und des Wartens schneller zu beenden, hat das BAMF in Absprache mit dem Innenministerium NRW (MIK) ein neues Verfahren entwickelt, mit dem schnell Abhilfe geschaffen werden soll. Dies ist prinzipiell zu begrüßen, doch zeigt sich in der Praxis, dass die Termine zu kurzfristig angesetzt sind, um sich gut auf das Asylverfahren vorzubereiten.

Wir möchten Sie mit diesem Schreiben über Ihre Handlungsmöglichkeiten und die Hintergründe dieses Verfahrens informieren, damit Sie die von Ihnen betreuten Menschen so gut es geht vorbereiten können.

 

Das Vorgehen

Seit einiger Zeit werden die in den Gemeinden untergebrachten, aber noch nicht registrierten Asylsuchenden durch die örtliche Ausländerbehörde gesammelt zur Registrierung und Asylantragstellung beim BAMF eingeladen. Die Termine werden kurzfristig vergeben, sodass sich die Geflüchteten innerhalb weniger Tage auf ihre Anhörung vorbereiten müssen. Da alle in der betreffenden Gemeinde lebenden Geflüchteten auf einmal angeschrieben werden, können die Beratungsstellen vor Ort die Vorbereitung auf das Asylverfahren der teilweise mehreren Hundert Betroffenen in so kurzer Zeit nicht leisten.

 

Verfahrensberatung

Die Vorbereitung auf das Asylverfahren ist sehr wichtig und sollte bei einer unabhängigen Beratungsstelle erfolgen. In den Erstaufnahmeeinrichtungen und Zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes (EAEs und ZUEs) gibt es meist eine Verfahrensberatung. Da viele Geflüchtete, die im letzten Jahr angekommen sind, schnell auf die Kommunen verteilt wurden, konnten sie die Beratung dort nicht in Anspruch nehmen. Darüber hinaus gibt es viele Beratungsstellen in ganz NRW, die auch Beratung für Asylsuchende anbieten und mit ihnen das Vorgehen in der Anhörung durchsprechen. Wir raten dringend davon ab, als Ehrenamtliche selbst beratend tätig zu werden. Eine gute Hilfe ist es, für die Geflüchteten Beratungsstellen herauszusuchen und ggf. einen Termin zu vereinbaren. Die Kontakte und Ansprechpersonen der Beratungsstellen finden Sie in unserem Netzheft.

 

Was können Sie tun?

Melden Sie sich bei einer Verfahrensberatungsstelle in der Landesunterkunft in Ihrer Nähe und fragen, ob es möglich ist, dort einen Termin für bereits kommunal zugewiesene Geflüchtete zu bekommen. Aufgrund des Rückgangs der Flüchtlingszahlen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dort Kapazitäten frei sind. Die Kontakte finden Sie in unserem Netzheft ab S. 98.

Vereinbaren Sie einen Termin bei einer der regionalen Beratungsstellen vor Ort. Die Kontakte finden Sie ebenfalls in unserem Netzheft.

Sollten Sie bei keiner der genannten Anlaufstellen einen Termin zur Beratung bekommen, nutzen Sie als Vorbereitung auf die Anhörung zur Orientierung den Leitfaden des Informationsverbunds Asyl und Migration. Dieser erläutert leicht verständlich, was während der Anhörung passiert und worauf es hier ankommt. Die aktuellste Version ist in den Sprachen Albanisch, Amharisch, Arabisch, Bosnisch, Deutsch, Englisch und Russisch erhältlich, eine ältere Version gibt es außerdem auf Französisch, Türkisch, Chinesisch, Persisch und Kurdisch (Kurmandschi).

 

Zum Hintergrund

Laut Erlass des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW (MIK) vom 17. Juni 2016 sollen alle in NRW lebenden Geflüchteten, die im letzten Jahr angekommen sind und aufgrund ihrer großen Zahl bzw. der geringeren Kapazitäten der Behörden nicht registriert werden konnten, bis September nachregistriert werden und sofort in einem Ankunftszentrum ihren Asylantrag stellen. Die kommunalen Ausländerbehörden informieren die in ihrem Bezirk lebenden Geflüchteten ca. eine Woche vor dem Termin und teilen ihnen den Abfahrtsort und die Uhrzeit für den gemeinsamen Transfer zu einer Landesunterbringungseinrichtung in der Nähe eines Ankunftszentrums mit. Dort bleiben die Asylsuchenden 1-2 Nächte, um in der Zeit registriert zu werden und ihren Asylantrag zu stellen. Vor Ort findet keine Verfahrensberatung statt. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig auf den Termin vorzubereiten, denn dieser ist entscheidend für den Ausgang des Asylverfahrens.

Anliegend finden Sie ein anonymisiertes Beispielanschreiben. Die Terminankündigungen werden entweder persönlich verteilt oder mit der normalen Post verschickt und nicht per Einschreiben, wie sonst bei BAMF-Post üblich.

Empfehlung Kurzfassung als PDF: https://gefluechtetewillkommeninbielefeld.com/wp-content/uploads/2016/08/empfehlungen-fc3bcr-geflc3bcchtete-und-ehrenamtliche.pdf

Für weitere Informationen besuchen Sie gerne unsere Website oder nehmen Kontakt auf unter
Flüchtlingsrat Nordrhein-Westfalen e. V.
Wittener Straße 201
44803 Bochum
Tel 0234 – 58 73 15 60
Fax 0234 – 58 73 15 75
Mail info@frnrw.de
Web www.frnrw.de
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Anschreiben Sammelregistrierung anonym:
Anschreiben Sammelregistrierung anonym

Schöne Aussichten – Ausflug zum Fernsehturm und Erkundung der Bielefelder Umgebung

Text und Fotos von Lisa

Schöne Aussichten – Ausflug zum Fernsehturm und Erkundung der Bielefelder Umgebung

Im Rahmen unseres zweiten Flüchtlingsstammtisches in der gemütlichen Bar Black Rose (jeden Donnerstag um 19 Uhr) entstand die Idee, einen gemeinsamen Ausflug zum Fernsehturm im Teutoburger Wald zu machen. So sind wir mit ca. 20 Leuten – ein bunter Mix aus neu angekommenen Geflüchteten in Bielefeld und OWLern – am Sonntag bei Wind und Wetter losgezogen und den meisten Schauern entkommen. Weiterlesen